U-Boot in Puerto de Mogán: was die 40 Minuten unter Wasser wirklich bieten
Aktualisiert 1. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit
Die U-Boot-Tour in Puerto de Mogán ist die bequemste Art, auf Gran Canaria unter die Wasseroberfläche zu kommen: 38 € pro Person, 40 Minuten, 4,4 von 5 aus 4.309 Bewertungen — damit steht sie auf Platz vier aller Angebote auf dieser Seite. Du sitzt die ganze Zeit trocken hinter einem Bullauge, nach 40 Minuten ist es vorbei. Das passt Familien mit kleinen Kindern, Großeltern und allen, die kein nasses Programm wollen. Es passt nicht, wenn du eine senkrechte Leiter nicht allein hinuntersteigst, enge Räume schlecht verträgst oder echtes Tauchen erwartest. Wer selbst ins Wasser will, nimmt die Kajaktour zu den Höhlen von Mogán; wer wilde Tiere sehen will, die Delfinbeobachtung ab Mogán mit Badestopp.
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Das U-Boot und drei Alternativen im Vergleich
| Ausflug | Dauer | ab Preis | Bewertung | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| Puerto de Mogán: U-Boot-Tour | 40 Minuten | 38 € | 4,4 ★ (4.309) | Familien mit kleinen Kindern und alle, die trocken bleiben wollen |
| Katamaran-Fahrt mit Delfinbeobachtung und Schnorcheln | 3 Std. 30 Min. | 38 € | 4,4 ★ (5.820) | Familien, die einen halben Tag auf dem Wasser und einen Badestopp wollen |
| Abenteuer-Kajaktour in die Höhlen von Puerto Mogán | 3 Stunden | 65 € | 4,9 ★ (422) | sportliche Paare und Jugendliche, die selbst paddeln und schnorcheln wollen |
| Delfinbeobachtung ab Mogán mit Badestopp | 4 Stunden | 89 € | 4,7 ★ (269) | wer wilde Delfine sehen will und im Hafen von Mogán bleiben möchte |
Wer die Buchungsseite gelesen hat, weiß, dass es große Fenster, Fische und Wracks gibt. Was dort fehlt: wie eng es ist, was da unten eigentlich liegt, wann du beim Betreiber weniger zahlst und für wen die Fahrt schlicht nicht möglich ist.
Das Boot und der Betreiber
Das U-Boot heißt Golden Shark — der „Goldene Hai“ aus der Buchungsbeschreibung. Es gehört der Firma Atlántida Submarine, die nach eigener Angabe seit 1996 Gäste auf den Meeresgrund bringt. Laut Betreiber wurde es in Finnland eigens für den Tourismus gebaut: 18 Meter lang, 4 Meter breit, 22 Bullaugen, elf auf jeder Seite, jedes 120 Millimeter dick. Je Fahrt gibt es 44 Plätze. Getaucht wird nach Angabe des Hauses auf 20 Meter; das Gelände unten ist höchstens 25 Meter tief.
Man sitzt die ganze Fahrt über. Der Betreiber bittet darum, sitzen zu bleiben, weil jeder Gast die Aussicht irgendwann vor dem eigenen Fenster hat. Erklärt wird über Kopfhörer in zwölf Sprachen, Deutsch eingeschlossen. Das Tourismusamt der Insel schreibt, beim Abtauchen sei kein Druckwechsel spürbar.
Was man unten wirklich sieht
Die Fahrt führt zu einem angelegten Unterwassergelände vor dem Hafen. Seit 2017 liegt dort nach Angabe des Betreibers der Park La Atlántida: 3.000 Quadratmeter Meeresboden mit über 350 Betonelementen, die die Ruinen einer untergegangenen Stadt nachstellen. Das Tourismusamt beschreibt Tempelsäulen, eingestürzte Paläste, das Skelett eines Wals und den Helm eines Kriegers entlang eines 150 Meter langen Korridors. Im Schutzgebiet darf laut Betreiber weder gefischt noch geankert werden.
Daneben liegen zwei Wracks, laut dem Tourismusportal der Kanaren kaum 40 Meter voneinander entfernt. Das kleinere, die 32 Meter lange Cermona II, wurde 2002 absichtlich versenkt, nach Angabe von Tauchschulen für die U-Boot-Fahrten. Um beide herum stehen laut Tourismusportal Schwärme von Grunzern, dazu Trompetenfische und Stachelrochen.
Dass dort so viele Fische sind, hat zwei Gründe. Die Betonelemente wirken als künstliches Riff: Eine Studie der Universität Las Palmas, die der Betreiber auf seiner Seite zusammenfasst, zählte im Park bis zu 56 Tierarten. Und eine Tauchschule, die die Wracks anfährt, schreibt, die Fische würden zum Teil von der U-Boot-Firma gefüttert. Der Betreiber selbst sagt dazu nichts. Du schaust also auf ein gestaltetes, gepflegtes Riff, nicht auf unberührtes Meer.
Wie weit man sieht, hängt vom Tag ab, und welche Fische gerade vor dem Fenster stehen, kann niemand versprechen. Der Betreiber kann Zeiten wegen des Wetters oder aus betrieblichen Gründen ändern und braucht je Fahrt eine Mindestzahl an Passagieren. Sagt er selbst ab, kannst du laut seinen Bedingungen umbuchen oder bekommst den vollen Preis zurück. Wer über eine Plattform gebucht hat, klärt Änderungen und Erstattungen dort.
Was es kostet — und wann der Betreiber günstiger ist
Die 38 € auf der Buchungsseite entsprechen dem Erwachsenenpreis des Betreibers. Auf seiner Preisliste steht außerdem:
- Kinder von 2 bis 12 Jahren zahlen 22 €.
- Wer auf seiner Website kauft, bekommt 10 % Rabatt, aber diese Tickets gelten nicht am Kauftag.
- Wer Geburtstag hat, fährt an diesem Tag gratis, wenn am Schalter das Ticket einer Begleitperson gekauft wird; vorher telefonisch reservieren, Ausweis mitbringen, nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.
Für einen Erwachsenen sind das online 34,20 € statt 38 €. Bei einer Familie mit zwei Kindern zwischen 2 und 12 macht es mehr aus: 120 € am Schalter, mit Online-Rabatt 108 €. Bei GetYourGuide steht für diese Tour nur der Preis von 38 €; ob es beim Buchen einen Kinderpreis gibt, siehst du dort. Gibt es keinen, zahlt die Familie 152 €, und der Betreiber ist deutlich günstiger. Das schreiben wir, obwohl wir an der Buchung über die Plattform verdienen. Für den Kinderpreis kann der Betreiber den Ausweis des Kindes sehen wollen.
Anreise: Gratisbus, Parken, Freitag
Der Betreiber hat einen kostenlosen Bus aus Bahía Feliz, Playa del Inglés, Campo Internacional, Sonnenland, Meloneras, Arguineguín, Puerto Rico und Taurito. Der Haken: Der Bus ist an eine Online-Reservierung gebunden, ohne Reservierung nimmt er niemanden mit. Ob eine Buchung über eine Plattform dafür reicht, klärst du vorher beim Betreiber.
Wer mit dem Auto kommt, bekommt beim Einchecken ein Ticket für zwei Stunden kostenloses Parken am Anleger (Dique Sur), solange Plätze frei sind; der Betreiber warnt, dass es in der Gegend mehrere Parkplätze gibt. Freitags ist in Puerto de Mogán Markt, dann ist die Zufahrt für Autos laut Betreiber eingeschränkt. Wer nicht ohnehin für den Markt kommt, nimmt besser einen anderen Tag.
Aus Puerto Rico geht es auch übers Wasser: Die Linienboote von Líneas Salmón fahren laut Fahrplan stündlich zwischen 9 und 17 Uhr nach Puerto de Mogán, einfache Fahrt 8 €. Welcher Ort im Süden zu wem passt, steht in Der Süden von Gran Canaria.
So läuft es ab
Abfahrten gibt es laut Betreiber um 10, 11, 12, 13, 14, 15:30, 16:20 und 17:10 Uhr; die letzte kann vom 1. November bis Ende Februar entfallen. Geschlossen ist nur am 25. Dezember und am 1. Januar.
Sei mindestens 20 Minuten vorher am Info- und Ticketstand. Zehn Minuten vor der Abfahrt schließt der Zugang; wer danach kommt, gilt als nicht erschienen und bekommt kein Geld zurück. Gepäck darf nicht mit an Bord, Schließfächer gibt es am Anleger nicht, Essen und Getränke sind im U-Boot verboten. Große Taschen bleiben also im Auto oder im Hotel.
An Bord gibt es keine Toilette, öffentliche liegen laut Betreiber wenige Meter vom Anleger entfernt. Bei 40 Minuten klingt das nach einer Kleinigkeit; mit einem Vierjährigen ist es der wichtigste Satz in diesem Artikel.
Für wen es nichts ist
Babys. Kinder unter zwei Jahren dürfen laut Betreiber aus Sicherheitsgründen nicht ins U-Boot. Das steht in seinen häufigen Fragen, nicht in der Tourbeschreibung. Wer unter 16 ist, fährt nur mit einem Erwachsenen. Was mit einem Baby sonst geht, steht in Gran Canaria mit Baby.
Wer nicht selbst klettern kann. Man steigt durch eine Luke über eine senkrechte Leiter ein und wieder aus, und laut Betreiber muss jeder Gast das allein schaffen. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist oder die Leiter nicht ohne Hilfe bewältigt, kommt nach dieser Regel nicht an Bord. Wer unsicher ist, lässt es sich vor dem Buchen vom Betreiber bestätigen.
Wer enge Räume schlecht verträgt. Dazu sagt der Betreiber nichts. Aber es ist eine Röhre von 18 mal 4 Metern mit bis zu 44 Menschen, und während der Fahrt kommt niemand heraus.
Wer echtes Tauchen erwartet. Das U-Boot zeigt ein angelegtes Riff aus nächster Nähe, bequem und trocken. Wer offenes Meer oder eigene Bewegung im Wasser will, ist bei den Alternativen unten besser aufgehoben.
Schwangere dürfen laut Betreiber mitfahren. Ob das für dich passt, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Die Alternativen im selben Hafen
Das U-Boot ist die kürzeste und trockenste Art, unter die Oberfläche zu schauen. Die übrigen Angebote ab Mogán sind etwas anderes.
Selbst paddeln und schnorcheln. Die Abenteuer-Kajaktour in die Höhlen von Puerto Mogán kostet 65 € und dauert drei Stunden: Man paddelt an den Klippen entlang und geht ins Wasser, 4,9 von 5 aus 422 Bewertungen. Eine zweite, vier Stunden lange Kajaktour ab Mogán liegt bei 4,6 Sternen und kostet dasselbe. Weitere Kajak- und SUP-Touren gibt es ab 40 €.
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Wilde Delfine statt Beton. Die Delfinbeobachtung ab Mogán mit Badestopp kostet 89 €, dauert vier Stunden und hält zum Schwimmen im Meer: mehr als das Doppelte des U-Boots, dafür offenes Wasser und die Chance auf wilde Tiere, ohne Garantie. 4,7 von 5 aus 269 Bewertungen. Günstigere Delfinfahrten gibt es ab 30 €, etwa ab Puerto Rico. Der Katamaran mit Delfinen und Schnorcheln vor der Küste von Puerto Rico kostet ebenfalls 38 €, dauert aber dreieinhalb Stunden.
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Selbst unter Wasser. Geführte Schnorchel- und Tauchangebote gibt es ab 28 €. Wer einen Tauchschein hat, kann die Wracks auch selbst besuchen; Tauchschulen fahren sie an.
Mit Kindern
Für Kinder, die gern schauen und ungern stillsitzen, spricht viel für das U-Boot, gerade weil es so kurz ist: Nach 40 Minuten ist es vorbei, und nass wird niemand. Was mit Kindern auf dem Wasser sonst geht, steht in Bootstour mit Kindern: ab welchem Alter? und in Gran Canaria mit Kleinkind, weitere kurze Programme in Gran Canaria mit Kindern und unter allen Ausflügen auf Gran Canaria. Was die Ausflüge für eine ganze Familie zusammen kosten, rechnet dieser Überblick durch.
Unsere Empfehlung
Für die meisten: die U-Boot-Tour in Puerto de Mogán für 38 €. 40 Minuten, trocken, ohne Vorkenntnisse, und niemand muss ins Wasser — 4,4 von 5 aus 4.309 Bewertungen. Klär vor dem Buchen nur, ob jeder in der Gruppe die senkrechte Leiter allein schafft, und rechne den Direktkauf beim Betreiber durch, wenn Kinder mitfahren.
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Für Familien, die einen halben Tag auf dem Wasser wollen: die Katamaran-Fahrt mit Delfinbeobachtung und Schnorcheln für dieselben 38 €, dreieinhalb Stunden statt 40 Minuten, mit Bade- und Schnorchelstopp, 4,4 von 5 aus 5.820 Bewertungen. Sie fährt allerdings ab Puerto Rico, nicht ab Mogán.
Für sportliche Paare, die selbst paddeln wollen: die Abenteuer-Kajaktour in die Höhlen von Puerto Mogán für 65 €, drei Stunden, 4,9 von 5 aus 422 Bewertungen. Das sind 27 € mehr pro Person als das U-Boot, dafür bist du selbst im Wasser.
Nichts für dich ist das U-Boot, wenn du die Luke nicht ohne Hilfe hinab- und hinaufsteigen kannst, enge Räume schlecht verträgst oder dir offenes Meer und eigene Bewegung wichtig sind. Und wer unberührtes Riff erwartet, sieht hier ein angelegtes: Beton, der eine untergegangene Stadt nachstellt, gepflegt und voller Fische.