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Der Süden von Gran Canaria: welcher Ort zu wem passt

Aktualisiert 1. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit

Südliche Gran Canaria: Offroad-Täler & Dörfer Jeep-Tour

Der Süden Gran Canarias ist keine Gegend, sondern eine Kette von acht Orten auf rund dreißig Kilometern Küste. Kurz gesagt: Playa del Inglés für alles an einem Ort und für Abende, Maspalomas für die Dünen, Meloneras und San Agustín für Ruhe, Arguineguín für Alltag und Markt, Anfi del Mar für ruhiges Wasser mit kleinen Kindern, Puerto Rico für alles, was auf dem Wasser stattfindet, Puerto de Mogán für den schönsten Ortskern des Südens. Was dem Süden fehlt, liegt im Inselinneren — und dorthin fährt die Jeep-Tour durch die Täler und Dörfer Südgran Canarias für 69 € in fünf Stunden, bei 4,5 von 5 aus 1.412 Bewertungen.

Termine und Preise der Jeep-Tour durch Täler und Dörfer ansehen

Fünf Ausflüge im Vergleich

AusflugDauerab PreisBewertungPasst für
Jeep-Tour durch Täler und Dörfer Südgran Canarias5 Stunden69 €4,5 ★ (1.412)wer das Hinterland ohne Mietwagen sehen will
Geführter Kamelritt in den Sanddünen von Maspalomas30 Minuten18 €4,5 ★ (5.146)Familien mit kleinen Kindern und kleinem Budget
U-Boot-Tour in Puerto de Mogán40 Minuten38 €4,4 ★ (4.309)Nichtschwimmer und Kinder, die lieber schauen
Katamaran-Fahrt mit Delfinbeobachtung und Schnorcheln3 Std. 30 Min.38 €4,4 ★ (5.820)wer einen halben Tag auf dem Wasser verbringen will
Jetski-Tour ab Puerto Rico30 Minuten69,90 €4,6 ★ (1.153)Paare und Jugendliche, die Tempo wollen

Von San Agustín bis Puerto de Mogán sind es rund dreißig Kilometer Küste, aufgereiht an einer Autobahn, und darauf liegen acht Orte, die einander äußerlich ähneln und in der Praxis kaum etwas gemeinsam haben. Wer hier zwei Wochen bucht, entscheidet sich nicht für „den Süden“, sondern für einen dieser acht.

Wie sehr sich der Urlaub hier abspielt, zeigen die Angebotstitel: Maspalomas, Playa del Inglés, Puerto Rico, Arguineguín und Puerto de Mogán stehen darin deutlich häufiger als Las Palmas und die Orte des Nordens.

Warum ausgerechnet hier

Der Grund ist der Passat. Der Wind kommt fast das ganze Jahr aus Nord bis Nordost, läuft gegen ein Gebirge von knapp zweitausend Metern und lässt seine Feuchtigkeit im Norden. Was auf der anderen Seite ankommt, ist trocken und meist wolkenlos. Deshalb regnet es hier selten, deshalb liegt das Meer ruhiger als an der Nordküste, und deshalb legen die Boote hier ab und nicht dort.

Der zweite Grund ist Baugeschichte. Die Orte des Südens sind ab den sechziger Jahren auf einer nahezu leeren Küste entstanden, geplant als Ferienziel und nicht gewachsen. Das erklärt die geraden Straßen, die Einkaufszentren und den Umstand, dass es hier fast keine alten Ortskerne gibt. Wer historische Substanz sucht, findet sie im Norden und im Inselinneren, nicht hier.

Die acht Orte, von Ost nach West

San Agustín ist der älteste und ruhigste der Reihe, mit dunklem Sand und einem Publikum, das schon länger herkommt. Wer abends nichts sucht außer einem Restaurant, ist hier richtig. Es gibt auch Surfunterricht direkt am Ort.

Playa del Inglés ist die große Nummer: die längste Promenade, die meisten Läden, das meiste Abendleben. Vor dem Strand liegen die Jetskis, das Bananenboot für 25 € und das Parasailing. Hier stehen auch die meisten Surfschulen des Südens, mit Kursen ab 40 €. Schön im architektonischen Sinn ist der Ort nicht, und wer das erwartet, wird enttäuscht. Praktisch ist er, und für Familien mit größeren Kindern ist die Dichte an allem ein echtes Argument.

Maspalomas heißt zweierlei: der Ort und das Dünengebiet. Die Dünen stehen seit 1987 unter Naturschutz, am westlichen Ende steht der Leuchtturm, der seit 1890 in Betrieb ist, und dazwischen liegt der Charco, eine Brackwasserlagune, in der Vögel rasten. Der geführte Kamelritt am Rand der Dünen kostet 18 €, dauert 30 Minuten und ist mit 5.146 Bewertungen bei 4,5 Sternen das am zweithäufigsten bewertete Angebot der Insel.

Preise und Termine des Kamelritts in den Dünen ansehen

Meloneras schließt westlich an, ist jünger, teurer und ruhiger, mit einer Uferpromenade, die bis zum Leuchtturm führt. Wer hier wohnt, geht abends spazieren statt aus.

Arguineguín ist der einzige Ort der Reihe, der vorher schon da war — ein Fischerort, der sich einen Alltag behalten hat. Der Markt ist ein eigener Programmpunkt; eine Rundfahrt zum Flohmarkt und zum Hafen von Mogán kostet 55 €.

Anfi del Mar ist eine kleine, künstlich angelegte Bucht mit hellem Sand und sehr ruhigem Wasser. Vor dem Strand findet Parasailing für 50 € statt, dazu Flyboard und geführte Buggy-Touren ab dem Strand.

Puerto Rico ist der Motor des Ganzen. Von hier legt fast alles ab, was auf dem Wasser stattfindet: die Delfin- und Walbeobachtung ab 30 €, die Katamaranfahrten ab 30 € — darunter die Fahrt mit Delfinbeobachtung und Schnorcheln für 38 €, mit 5.820 Bewertungen das am häufigsten bewertete Angebot der Insel — und die Jetski-Tour für 69,90 €. Der Ort selbst ist eng und steil gebaut; wer nur wegen der Boote kommt, stört das nicht.

Verfügbarkeit und Preise der Katamaranfahrt mit Delfinen ansehen

Puerto de Mogán liegt am westlichen Ende und ist der hübscheste Ort des Südens — niedrige weiße Häuser, Kanäle mit kleinen Brücken, ein Fischereihafen neben der Marina. „Klein-Venedig“ nennen es die Prospekte, und ausnahmsweise stimmt der Vergleich halbwegs. Hier startet die U-Boot-Fahrt für 38 €, die mit 4.309 Bewertungen das am vierthäufigsten bewertete Angebot der Insel ist, dazu die Kajaktouren zu den Höhlen der Küste für 65 €. Der Marktbesuch im Ort wird für 22 € geführt angeboten.

Die Strände sind nicht derselbe Strand

„Strand im Süden“ klingt nach einer Sache und ist mindestens vier. Playa del Inglés und Maspalomas hängen zusammen und bilden mehrere Kilometer offenen Sand, im Rücken die Dünen. Das ist der weiteste Strand der Insel und zugleich der windigste der vier: Es gibt dort nichts, was den Passat aufhält.

San Agustín hat dunkleren, gröberen Sand und deutlich weniger Betrieb. Wer Ruhe sucht und auf helles Postkartenbild verzichten kann, ist hier besser aufgehoben.

Playa de Amadores bei Puerto Rico und die Bucht von Anfi del Mar sind beide künstlich angelegt: heller Sand, von Molen geschützt, kaum Wellen. Genau deshalb sind sie mit kleinen Kindern die einfacheren Adressen — und genau deshalb sind sie voll.

Puerto de Mogán hat nur einen kleinen Strand neben dem Hafen. Wer dort wohnt, wohnt wegen des Ortes, nicht wegen des Sandes.

Was alle gemeinsam haben: Natürlichen Schatten gibt es an keinem von ihnen. Sonnenschirm mieten oder mitbringen ist hier keine Frage des Komforts.

Die Entfernungen, die zählen

Von San Agustín bis Puerto de Mogán fährt man über die Autobahn rund eine halbe Stunde. Das klingt nach nichts und ist der Grund, warum man den Wohnort trotzdem sorgfältig wählt: Wer in San Agustín wohnt und dreimal in der Woche ab Puerto Rico ablegt, verbringt jedes Mal eine Stunde im Auto oder im Bus.

Nach Las Palmas sind es vom Süden aus gut fünfzig Kilometer und knapp eine Stunde. Ins Gebirge dauert es kaum kürzer, aber es fühlt sich länger an: Die Straßen hinauf nach Fataga, Tejeda und zum Roque Nublo sind eng und kurvig. Die Tagestouren ins Inselinnere ab dem Süden dauern deshalb 7 bis 9 Stunden und kosten 37,60 bis 79 €.

Was der Süden nicht hat

Er hat keinen alten Stadtkern, kein Museum von Rang und keine grüne Landschaft. Die vier Dinge, für die Gran Canaria überregional bekannt ist — die Altstadt von Las Palmas, die Bergdörfer, die Schluchten und der grüne Norden —, liegen alle woanders. Wer zwei Wochen hier verbringt und die Insel gesehen haben will, plant zwei bis drei Tage ein, an denen er wegfährt.

Einen Wasserpark hat er dagegen: Aqualand liegt an der Straße zum Palmitos Park, wenige Kilometer oberhalb von Maspalomas. Dazu kommen die Parks bei Maspalomas und in Agüimes — was davon in welchem Alter trägt, steht in Gran Canaria mit Kindern.

Wind, Sonne und die beste Tageszeit

Der Wind frischt im Lauf des Vormittags auf und treibt am Nachmittag Sand über die Strände. Für Bootsfahrten heißt das: Die frühe Abfahrt liegt flacher. Für den Strand heißt es: Der Vormittag ist mit kleinen Kindern der bessere Teil des Tages.

Ein paar Mal im Jahr kommt die calima, Saharastaub in der Luft. Dann ist es diesig und drückend heiß, die Sicht reicht oft nur wenige Kilometer, und der beste Plan liegt drinnen. Schatten gibt es an den Stränden nur den gemieteten und in den Dünen gar keinen.

Das Meer hat zwischen etwa 19 Grad im Spätwinter und 23 Grad im Frühherbst. Es ist Atlantik: Die ersten Minuten sind kühler, als die Bilder vermuten lassen.

Für wen welcher Ort

Mit einem Baby zählt, dass Supermarkt, Apotheke und Strand in Gehweite liegen und der Weg befestigt ist — dafür sind Meloneras, San Agustín und Puerto de Mogán die ruhigeren Adressen; die Einzelheiten stehen in Gran Canaria mit Baby.

Mit einem Kleinkind entscheidet die Länge der Wege. Playa del Inglés und Maspalomas haben alles nebeneinander, und zwei der kurzen Erlebnisse — Kamelritt und U-Boot — liegen im Umkreis einer halben Stunde; für die Bananenplantage in Arucas fährt man eine Stunde in den Norden. Mehr dazu in Gran Canaria mit Kleinkind.

Wer vor allem auf dem Wasser sein will, wohnt in Puerto Rico oder Puerto de Mogán und spart sich jeden Tag die Anfahrt. Welche Fahrt welche Dauer hat und was du vorher fragen solltest, steht in Bootstour mit Kindern: ab welchem Alter?.

Und wer abends etwas vorhat, kommt an Playa del Inglés nicht vorbei. Das ist kein Urteil über den Ort, sondern eine Tatsache über die anderen sieben.

Unsere Empfehlung

Für die meisten, die den Süden schon kennen: die Jeep-Tour durch die Täler und Dörfer Südgran Canarias für 69 € und fünf Stunden. Sie ist der kürzeste Weg vom Küstenstreifen in das Hinterland, das der Süden selbst nicht zu bieten hat, und mit 1.412 Bewertungen bei 4,5 von 5 breit beurteilt. Fünf Stunden lassen den Nachmittag am Strand frei.

Für Familien mit kleinen Kindern und für kleines Budget: der geführte Kamelritt in den Sanddünen von Maspalomas für 18 €. Dreißig Minuten sind kurz genug, und der Weg von Playa del Inglés oder Meloneras dorthin ist keine Tagesreise. Die U-Boot-Tour in Puerto de Mogán für 38 € ist die Variante für Nichtschwimmer.

Für einen halben Tag auf dem Wasser: die Katamaran-Fahrt mit Delfinbeobachtung und Schnorcheln für 38 € und dreieinhalb Stunden — mit 5.820 Bewertungen das am häufigsten bewertete Angebot der Insel. Delfine sind wild; eine Sichtung kann niemand zusagen.

Nichts für dich ist der Süden, wenn du einen alten Stadtkern, Museen oder grüne Landschaft erwartest. Die liegen im Norden und im Inselinneren, und dafür brauchst du zwei bis drei Tage, an denen du wegfährst — oder einen Mietwagen für genau diese Tage.

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